Ranunculaceae
Nigella
Nigella sativa L.
Schwarzkümmel
Echter Schwarzkümmel
Black caraway (engl.), Black cumin (engl.), Black seed (engl.), Blessed seed (engl.), Charnushka (engl.), Fennel flower (engl.), Habbatul barakaah (arab.), Habbatul sawdah (arab.), Kalojeere (engl.), Kalonji (engl.), Kalonji (engl.), Nigella (ital.), Nigelle (franz.), Poivrette (franz.), Römischer Kümmel (ger.), Schwarzblatt (ger.), Schwarzer Koriander (ger.), Schwarzsame (ger.)
7, 4, 6, 3, (2)
VI-IX [4]
essbar [4]
[Samen]: Fettes Öl (bis 40 % TG) [4][18] (Glyceride [4], Linolsäure (50 %) [4], Ölsäure (20-40 %) [4], Palmitinsäure [4], Gamma-Linolensäure (wenig) [4], Tocopherole (reichlich) [4]), Phytosterole [18], Ätherisches Öl [4][18] (v.a. Thymochinon [4][18], Oxidationsprodukte [4] (z.B. Nigellon [4]), ρ-Cymen [4][18], Thymol [18], u.a. Pinen [4], Limonen [4], Triterpensaponine [4][18] (α-Hederin [18]), Nigellon [18]), Triglykoside von Quercetin [18], Triglykoside von Kämpferol [18], Pyrazolalkaloide (in Spuren) [4] (Nigellidin [4], Isochinolinalkaloide [4], Nigellin (typischer Geruch) [18]), Sterole [4]
Verschiedene medizinische Eigenschaften konnten bisher nur im Tierversuch bestätigt werden [4], eine zentrale Rolle für die Wirkung scheinen das Thymochinon und seine Oxidationsprodukte zu spielen [4]; Thymochinon und Nigellon zeigen vielfältige Aktivität in Tierversuchen [18]; Sie hemmen die 5-Lipoxygenase sowie die induzierbare Stickoxid-Synthase und sind deshalb möglicherweise bei Entzündungs- und Autoimmunkrankheiten wirksam [18]; In Veröffentlichungen der letzten Jahre konnten blutzuckersenkende, antioxidative, leberschützende, schmerzstillende, antithrombotische, krampflösende, bronchienerweiternde, gegen Tumoren gerichtete (aufgrund von α-Hederin) und antibakterielle Effekte nachgewiesen werden [18]
Die Samen sind v.a. durch ihre kulinarische Verwendung in Indien und im Mittleren Osten bekannt (als Pfefferersatz, zum Würzen, v.a. als Brotgewürz) [18]; Bei kalter Pressung gelangen auch kleine Mengen vom Ätherischen Öl in das Fette Öl und verleihen diesem einen angenehm würzigen Geschmack [4]; Traditionell gelten die Samen in Vorderasien und Ägypten als Allheilmittel [4], bereits in Tutanchamuns Grab wurden die Samen gefunden [18]; Schwankende Zusammensetzung des Fetten Öls (bis 40 %) mit 20-40 % Ölsäure [4]; Die Samen riechen beim Zerreiben pfeffrig aromatisch [4], ihr Geschmack ist würzig [4], später etwas scharf [4]
M(Thymochinon, Nigellon, Tierversuche): entzündungshemmend [18], immunmodulierend (bei Autoimmunkrankheiten) [18], blutzuckersenkend [18], antioxidativ [18], leberschützend [18], schmerzstillend [18], antithrombotisch [18], krampflösend [18], bronchienerweiternd [18], antibakteriell [18]; M(α-Hederin, Tierversuche): antitumorös [18]
V(Samen/Samenöl): Magenbeschwerden, verdorbener Magen (2) [18], Blähungen [4], krampfartige Magendarmbeschwerden (2), Koliken (2) [18], krampflösend [18], Asthma [4][18], bronchienerweiternd, Kopfschmerzen [18], schmerzstillend, Eingeweidewürmer [18], wurmwidrig, diuretisch [18], milchbildend zur Stillzeit [4][18], Allergien [4], Hauterkrankungen [4], Schleimhautentzündungen der Atemwege [4], Tumore [4], antibakteriell [4], antimykotisch [4], Bakterien- und Pilzinfektionen [4], immunstimulierend [4]
[Teeaufguss-Tonikum - bei Magen und Darmbeschwerden, zur Förderung der Milchproduktion bei stillenden Frauen]: 2x tgl. 1 TL zerdrückte Samen/Tasse (kochendes Wasser) [18]
Benjamin Busse
06.04.2025