CAVE: Die emetische Dosis beträgt 1-2 g [18], innerlich verabreicht ist die Droge giftig [4], von ihrer Verwendung z.B. als Hustenmittel wird daher abgeraten! [4]; Trotz der Giftigkeit ist die Droge immer noch Bestandteil von einigen Handelspräparaten (Expektorantien, Hustensirup, Magenmittel)! [18];CAVE(cz): Da Sanguinarin und einige andere Alkaloide DNA interkalieren können, sind sie potenziell mutagen! [18]; Langzeitanwendung in der Mundhygiene kann schädlich sein! [18]
Giftige / Allergene Pflanzenteile
Rhizom, Wurzel, Milchsaft
Nutzbare Pflanzenteile
M: Getrocknetes Rhizom ohne Wurzel (Sanguinariae canadensis rhizoma sine radix) [Pharm, klinische Studien+] [4][18]; Hom: Rhizom [4]
Pflanzliche Inhaltsstoffe
Isochinolinalkaloide (verschiedene Typen, bis zu 9 %) [4][18] (v.a. Sanguinarin (Pseudochelerythrin, etwa 50 %) [4][18], u.a. Chelerythrin [4][18], (Toddalin), Oxysanguinarin, Berberin [4][18], Protopin (Macleyin, Fumarin) [4][18], Coptisin [4][18], α- und β-Allocryptopin (β- und γ-Homochelidonin, α-Fagarin) [18], Sanguirubin, Sanguilutin [18], Chelilutin, Chelirubin)
Pharmakologische Studienergebnisse
Sanguinarin hat entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaften [4], in Form von Mundspülungen und Zahnpasta zur Verhinderung von Zahnbelägen und den dadurch bedingten Entzündungen des Zahnfleisches sowie Mundgeruch [4]; Die Wirkung wird v.a. auf Sanguinarin zurückgeführt [18]; Es interkaliert DNA, bindet an verschiedene Proteine (diverse Rezeptoren) und zeigt daher entzündungshemmende, antimikrobielle Wirkung [18]; In kontrollierten klinischen Studien konnte eine wirksame Hemmung der Plaquebildung durch Sanguinarin nachgewiesen werden [18]; Die expektorierende und emetische Wirkung beruht vermutlich auf einer Reizung des Nervus vagus im Magen durch die Alkaloide [18]; Allocryptopin führt zur Kontraktion der Skelettmuskulatur und Relaxation in Blase und Ileum [25]
Vergleiche zu ähnlichen Pflanzen
Einige Indikationen sind vielleicht im Sinne der Signaturenlehre aufgrund des roten Milchsaftes [4]; Zur Gewinnung des Alkaloids Sanguinarin wird heute der aus O-Asien stammende und gut kultivierbaren Weißen Federmohn (Macleaya cordata) genutzt [4][18]; Die Wildvorkommen der Kanadischen Blutwurz (Sanguinaria canadensis) sind stark dezimiert [4]
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Drogenmaterial aus Wildbeständen in den östlichen USA [18]
Konservieren & Aufbewahren
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M: Bestandteil von Fertigpräparaten (Expektorantien, Hustensirup, Magenmittel, Mundwasser, Zahnpflegemittel/Zahnpasta) [18]; V: Hustenmittel [4], Extrakte mit Sanguinarin in Form von Mundspülungen [4] und Zahnpasta [4], Aufguss [18], Extrakt [18], Tinktur [18]; Hom: Sanguinaria canadensis [4], "Sanguinaria" [4]
Arzneimittel & Fertigpräparate (Beispiele)
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Medizinische Rezepturen
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[Aufguss, Extrakt, Tinktur]: 3x tgl. bis zu 0,5 g Droge [18]
Rezepte - Essen & Trinken
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