Cannabaceae
Humulus
Humulus lupulus L.
Hopfen
Wilder Hopfen
Bierhopfen (ger.), Common hop (engl.), Hop (engl.), Hop plant (engl.), Hopf (ger.), Hopfenblüten (ger.), Hopfenzapfen (ger.), Hoppen (ger.), Houblon (franz.), Hupfen (ger.), Luppolo (ital.), Lupulo (span.), Zaunhopfen (ger.)
6, 7, 8, 4
L5.2.3, S3.2.5, T2.1
7
6
8_
3
6
8
0
VII-VIII [4]
0, Al(h) [4], essbar
CAVE: Frische Hopfenzapfen können mit der Haut allergische Reaktionen auslösen ("Hopfenpflückerkrankheit)! [4]
Blüte, Blütenzapfen (frisch)
Hopfenbitterstoffe [18] (5 % [18], prenylierte Derivate von 1-Acylphloroglucinol [18] mit v.a. Lupulon [18] und Humulon [18]), Metylbutenol/2-Methyl-3-buten-2-ol [4][18] (ein C5-Alkohol durch Oxidation bei der Lagerung gebildet [4][18]), Phenole [18] (2-4 %, wie Rutin [18], Quercetrin [18], Proanthocyanidine [18]), Ätherisches Öl [4][18] (bis zu 1 % [18], derzeit mit etwa 200 bekannten Komponenten [4], mit Monoterpenen [4] und Sesquiterpenen [4] (wie v.a. β-Myrcen [4][18], Humulen [4][18], Caryophyllen (5,1-14,5 %) [4][18][104])), Gerbstoffe [4] (Proanthocyanidine [4]), Flavonoide [4] (wie das drogenspezifische Chalkon Xanthohumol [4]); [Drüsenhaare]: Harz [4] mit Bitterstoffen [4] (Hopfenbittersäuren [4], wie Humulon [4], Lupulon [4] und andere Acylphlorogluciden [4])
Das charakteristische Aroma der Hopfenzapfen beruht dagegen auf dem Gehalt an Ätherischem Öl [4]; Die beruhigende Aktivität beruht anscheinend auf 2-Methyl-3-buten-2-ol [4][18], das entweder bereits durch Oxidation nach Lagerung in der Droge vorhanden ist oder nach der oralen Aufnahme im Körper metabolisch gebildet wird [4][18]; Die Bitterstoffe Humulon und Lupulon wirken bekanntlich antibakteriell [4][18], sie wirken im Bier als natürliche Konservierungsstoffe und machen das Bier haltbar [4][18], haben aber kaum Einfluss auf Hefen und andere Pilze [18]; Humulon und Lupulon sind möglicherweise östrogen [18]; Die Bitterstoffe regen außerdem den Appetit und die Magensaftsekretion an [18]
Männliche und weibliche Blüten stehen auf getrennten Pflanzen (zweihäusig, diözisch) [18]; im Hopfenanbau werden die männlichen Pflanzen eliminiert, damit keine Befruchtung stattfindet [18]; ausschließlich die weiblichen Pflanzen werden in Kulturen vegetativ vermehrt [4][18]; Hopfenkulturen existieren seit Jahrhunderten zum Bierbrauen [18]
M: Hopfenzapfen [4][18] (in Kombi mit weiteren beruhigenden Drogen wie Baldrianwurzel und Melisse [4]) oder Extraktpräparate [4][18] als Bestandteil von Beruhigungsmitteln [18] und Einschlaftees [18], "Hopfenkissen" [4] (zur Förderung des Schlafs [4]), Teeaufguss [4][18], Hopfenmehl [4] (die abgesiebten Drüsenhaare [4], ein goldgelbes etwas klebriges Pulver [4]); V: Amarum [18], Diuretikum [18]; Hom: Humulus lupulus [4], "Lupulus" [4], "Lupulinum" [HAB] [4]; Lb: Bier-Konservierer [4]
Benjamin Busse
29.12.2024