Fabaceae
Melilotus
Melilotus officinalis (L.) LAM.
Steinklee
Gelber Steinklee
Bärenklee (ger.), Common melilot (engl.), Common melilotfield melilot (engl.), Echter Steinklee (ger.), Gebräuchlicher Steinklee (ger.), Gewöhnlicher Steinklee (ger.), Honigklee (ger.), Mélilot officinal (franz.), Melilotenklee (ger.), Meliloto (ital.), Mottenklee (ger.), Ribbed melilot (engl.), Schotenklee (ger.), Sweet clover (engl.), Trifoglio cavallino (ital.)
6, 4, 8, 7, 5, 2, 3, (1), (9)
L4.1.4, T7.5.2.1, T8.2.2.2, T9.1.2.2, T10.3.1, T10.3.3.1, T10.3.4.2, T10.5.4, T10.7
8
6
3
6
8
3
0
VI-IX [4]
0, CZ(max) [18]
CAVE(cz, max): Bei hoher und langfristiger Dosierung (200-500 mg/kg KG) kann Cumarin bei Ratten Tumorbildung auslösen! [18];CAVE(max): Überdosierung kann zu Kopfschmerzen und Schwindel führen! [4]; Bei gleichzeitiger Behandlung mit gerinnungshemmenden Mitteln darf Steinklee nur mit Vorsicht eingesetzt werden! [18]
Ganze Pflanze, Kraut, Blätter, Triebe (blühend)
Cumaringlykoside [4] (Melilotosid (Glucosid der 2'-Hydroxyzimtsäure) [4][18], Cumarin (bis zu 1 %, entsteht enzymatisch aus Melilotosid bei Trocknung oder Verwundung des Pflanzengewebes) [18], 3,4-Dihydrocumarin (Melilotin) [4][18], Scopoletin, Umbelliferon), Hydroxycumarine [4], Phenolcarbonsäuren [4][18] (Ferulasäure [18], Kaffeesäure [18], Cumarsäure, Salicylsäure, Dihydrocumarsäure (Melilotsäure), u.a.), Flavonoide [4][18] (v.a. Kämpferolderivate (Robinin, u.a.), Monoterpene [18], Triterpensaponine (Oleanantyp) [4][18] (Sojasapogenol [18]), Polysaccharide [4] (Schleimstoffe [4])
Cumarin wirkt gegen Ödeme und den Austritt von Flüssigkeiten aus Geweben [18], es steigert die Flussrate im Venen- und Lymphsystem [18] und vermindert die Kapillardurchlässigkeit [18]; Es besitzt keinerlei gerinnungshemmende Eigenschaften [18], synthetische Antikoagulantien vom Cumarintyp (z.B. Warfarin, Phenprocoumon in Marcumar) wurden jedoch nach dem Vorbild von Dicumarin entwickelt [18]; In Tierversuchen zeigte sich eine gesteigerte Wundheilungsrate [18]; Homöopathisch bei Migräne oder Nasenbluten einzusetzen [4]
Beim Trocknen steigt der Cumaringehalt; Aus den Cumaringlykosiden wird beim Trocknen enzymatisch das nach Waldmeister duftende Cumarin abgespalten [4], Cumarin (bis zu 1 %) entsteht enzymatisch aus Melilotosid bei Trocknung oder Verwundung des Pflanzengewebes [18]; Der Gehalt an Cumarinverbindungen schwankt stark in der Pflanze [4], daher werden v.a. für die innerliche Anwendung Fertigpräparate mit standisierten Extrakten bevorzugt [4], die wirksam dosiert sind und gleichzeitig eine Überdosierung vermeiden [4]; Durch Pilzinfektion können zusätzlich Phytoalexine gebildet werden [18]; Das bekannte Antikoagulans Dicumarol entsteht bei ungenügender Trocknung aus Hydroxyzimtsäure [18], es fehlt jedoch in frischen oder sorgfältig getrockneten Pflanzen [18]
Benjamin Busse
15.03.2025