Brassicaceae
Sinapsis
Sinapsis alba L.
Sinapis alba L.
Senf
Weißer Senf
Gartensenf (ger.), White Mustard (engl.)
T8.3.1, T9.1, T10.3.3.1, T10.7
VI-IX [4]
CAVE(max): Bei der als Gewürz üblichen Dosis bestehen keine Bedenken [4]; die Anwendung der Breiumschläge sollte maximal 1-2 Wochen durchgeführt werden, um Haut- und Nervenschäden zu vermeiden! [4]; Senfpulver sollte nicht in größeren Mengen und zu lange Einnahmedauer (z.B. um den Stuhl zu regulieren) verwendet werden, um Schleimhautreizungen zu vermeiden [4]
Das Glykosid Sinalbin bildet nach Zusatz von Wasser oder beim Zerkauen durch die enzymatische Hydrolyse durch Myrosinase (= Thioglucosidase) das nichtflüchtige p-Hydroxybenzoylisothiocyanat [18]; Die Isothiocyanate aus Senföl können kovalente Bindungen mit Proteinen eingehen und damit deren Eigenschaften verändern [18]; die Isothiocyanate wirken nachgewiesenermaßen gegen gram-positive und gram-negative Bakterien [18]; Das Öl ist hautreizend und stimuliert dadurch die periphere Durchblutung [18]
Weiße Senfsamen werden wie Schwarze Senfsamen (Brassica nigra) genutzt [4], jedoch durch andere Senfölglykoside insgesamt mildere Wirkung als bei Brassica nigra (Schwarzer Senf) [4]; Brassica nigra (Schwarzer Senf) und Sinapis alba (Weißer Senf) haben eine ähnliche Wirkung [14], wobei der Weiße Senf etwas milder ist [14][15]; Sinapis alba wird auch zur Herstellung von Speisesenf gebraucht, doch medizinisch hat er, außer als leichtes Abführmittel, kaum Bedeutung erlangt [15]; Durch den milderen Geschmack sind sie besser für den inneren Gebrauch geeignet [4]; Sinalbin-Senföl ist nicht flüchtig wie Allylsenföl und daher bleibt das mit warmem Wasser versetzte Samenpulver praktisch geruchlos [4]; Auch andere Pflanzenarten aus der Ordnung der Capparales enthalten Senfölglykoside (siehe z.B. Armoracia rustica (Meerrettich) oder Tropaeolum majus (Kapuzinerkresse)) [18]; Brassica-Arten enthalten zudem natürliche Pestizide [11]; Wenn im Spätsommer oder Herbst Felder noch einmal gelb erblühen, handelt es sich oft um Weißen Senf, der den Boden als Zwischenfrucht bedeckt, die Auswaschung von Nährstoffen, v.a. Nitrat, verhindert oder reduzieren soll und später zur Humusanreicherung untergepflügt wird (Gründünger) [24]
CAVE(ki): Nierenerkrankungen [4]
Benjamin Busse
25.09.2023