
Der Fliegenpilz (Amanita muscaria (L. ex FR.) HOOKER) zählt zur Familie der Amanitaceae und ist stark giftig, wobei die Symptome mit denen des Pantherpilzes vergleichbar sind. In der Volksmedizin wird er gelegentlich gegen Schmerzen eingesetzt. Er gilt als Glückssymbol und wird ethnobotanisch von einigen Kulturen als Rauschmittel oder in ritualistischen Praktiken verwendet. So brauen einige Regionen, wie Hamburg, Bier mit diesem Pilz. Je nach Region variiert der Gehalt an Wirkstoffen, was seine Anwendung als Speisepilz bedingt, jedoch sollte der Verzehr aufgrund des hohen Risikopotentials mit Vorsicht genossen werden.
Amanitaceae
Amanita
Amanita muscaria (L. ex FR.) HOOKER
Wulstling
Fliegenpilz
Fly agaric (engl.), Fly amanita (engl.), Märchenpilz (ger.)
Gebirge [25], Gebirge (bis Baumgrenze) [24], Bergregionen [25], Flachland [25], Wälder (Laubwald, v.a. Eiche) [24], Wälder (unter Eichen und Birken) [15][24], Wälder (Laub- und Nadelmischwald) [24], Wälder (Laubmischwald) [24], Wälder (Nadelwald) [24], Wälder (Dickicht) [24], Wälder (licht) [24], Waldränder [24], Subtropen [24]
Juni-November [24]
Ganze Pflanze [24]
Ibotensäure (0,03-0,1 % im frischen Pilz; Fleisch und Lamellen > Huthaut und Stiel) [24], Muscimol [24], Muscazon [24], Muscarin (geringer Gehalt, 2-3 ppm Frischgewicht) [15][24], Muskaridin [15], (R)-4-Hydroxy-2-pyrrolidon [24]; (Alle genannten Verbindungen sind offenbar mit der Ibotensäure verwandt [24])
Benjamin Busse
30.08.2023