Asteraceae
Carthamus
Carthamus tinctorius L.
Calcitrapa tinctoria (L.) RÖHL., Carduus tinctorius (L.) FALK, Carthamus glaber BURM.f., Carthamus tinctorius var. spinosus KITAM., Centaurea carthamus E.H.L.KRAUSE
Färberdistel
Färberdistel
Asfrole (ger.), Bäurinkunkel (ger.), Bastard saffron (engl.), Baurenrocken (ger.), Baurenspindel (ger.), Bürstenkraut (ger.), Cartamo (ital.), Cártamo (span.), Carthame (franz.), Distelsaffran (ger.), Färbersaflor (ger.), Falscher Safran (ger.), Falso zafferano (ital.), Feldsaffran (ger.), Flor (ger.), Florsaffran (ger.), Gartensaflor (ger.), Höllenrock (ger.), Hong hua (chin.), Kripf (ger.), Öldistel (ger.), Safflor (ger.), Safflower (engl.), Saffron Thistle (engl.), Saflor (ger.), Wilder Gartensafran (ger.), Wilder Saffran (ger.)
meridionales Klima [25], submeridionales klima [25], mediterranes Klima [25], submediterranes Klima [25], gemäßigtes Klima [24], nördlich-gemäßigtes Klima [25], subatlantisches Klima [25], subkontinentales Klima [25], kontinentales Klima [25], arides-mäßiges Klima [25], heißes Klima [25], warmes Klima [24], subtropisches Klima [25], tropisches Klima [25], boreales Klima [25]
Äcker [14]
sonniger Standort [14], hoher Nährstoff- und Wasserbedarf [24], warmer Standort [25], bevorzugt hohe Temperaturen und wächst am besten bei 28-35 °C (es gibt aber auch einige Sorten, die bei sehr niedrigen Temperaturen wachsen) [24], widerstandsfähig (Hitze) [25], widerstandsfähig (Kälte bis -7 °C) [24], widerstandsfähig (Salz) [24], widerstandsfähig (Trockenheit) [24]
fruchtbarer Boden [24], durchlässiger, gut drainierter Boden [24], tiefgründiger Boden [24], pH-neutral um 6,5 [24], pH mild [24], variabel im Bereich pH 5-8 [24], stickstoffhaltiger Boden [24], nährstoffreicher Boden [24], lehmiger Boden mit Sand [14], Vorsicht (keine Staunässe, alle Pflanzenteile sind feuchtigkeitsempfindlich im Hinblick auf Krankheiten) [24]
[++] EbM/Monographien (Samenöl):
[++] EbM/Monographien (Blüten, Tinctormin):
[+] EbM/Monographien (Samenöl):
[+] EbM/Monographien (Blüten):
[+] EbM/Monographien (Blüten, Flavonoide):
[+] EbM/Monographien (Blüten, Triterpenalkohole):
[+] EbM/Monographien (Blüten, Polysaccharide):
[+] EbM/Monographien (Blüten, Tocopherol):
[+++] Volksmed. (TCM, Blüten):
[++] Volksmed. (TCM, Blüten):
[+] Volksmed. (TCM, Blüten):
[+] Volksmed. (Blüten):
[Färbepflanze]:
[Färbepflanze, Kosmetikpflanze]: Blüte zum Nachfärben von Kosmetika [18]
[Kosmetikpflanze]: In der Kosmetik hat es sich als Wimpernpflegemittel bewährt, das gleichzeitig die Tusche entfernt [14]
[Färbepflanze, Lebensmittelpflanze]: Blüte zum Nachfärben von Butter [18], Likören [18] und Süßwaren [18]
[Lebensmittelpflanze]:
[Gewürzpflanze]:
[Industrielle Nutzung]: Das Fette Öl wird für die Herstellung von Farben und Lacken verwendet [24]. Ein erneuter Aufschwung des Safloranbaus gegen Ende des 20. Jahrhunderts ist vor allem ölreichen Sorten zu verdanken, die für die industrielle Nutzung angebaut werden. Weltweit wurden 1996–2001 auf 0,92 Mio. ha Färberdisteln angebaut, die wichtigsten Anbaugebiete liegen in Indien, Mexiko, den USA, Argentinien und Australien [24]
[Chemietechnische Nutzung]: In Australien starteten CSIRO und Grains Research and Development Corporation im Jahr 2005 die Crop Biofactories-Initiative zur Herstellung von 93 %igem Ölsäureöl zur Verwendung als biologisch abbaubares Öl für Schmierstoffe, Hydraulikflüssigkeiten und Transformatorenöle sowie als Ausgangsmaterial für Biopolymere und Tenside [24]
[Futterpflanze/Tierfutter]: Pressrückstände (Presskuchen) der Samen dienen als Tierfutter [24]
[Schmuckpflanze]: Schmuckdroge in Teeaufgussmischungen [4]
[Zierpflanze, Schmuckpflanze]: Als Zierpflanze für den Garten sowie als Schnitt- oder Trockenblumen wurden auch dornenlose Sorten gezüchtet [24]
[Färbepflanze]: In Ägypten bereits 3500 v. Chr. zur Färbung von Mumienleinwänden und anderen Geweben verwendet (Färberpflanze). Das Samenöl wurde bereits in der Antike für Salben und als Lampenöl benutzt. Sie ist seit langem in den Gärten Nordafrikas, Persiens, Chinas und Japans in Kultur. Bereits mit den Römern kam sie über den Mittelmeerraum nach Mitteleuropa und wurde dort mindestens seit dem 13. Jh. genutzt. Die Blüten dienten zum Färben von Speisen, die Früchte für medizinische Zwecke. Ab dem 17. Jh. gab es systematischen Feldbau in warmen Gegenden (Elsass, Thüringen etc.). Ab Mitte des 18. Jahrhunderts ging der Anbau durch Saflor- und Safranimporte aus dem Osten und Ägypten zurück. Saflorrot wurde um 1900 durch synthetische Anilinfarben ersetzt [24]. Bei der chemischen Analyse altägyptischer Textilien aus der Zwölften Dynastie (1991-1802 v. Chr.) wurden Farbstoffe aus Färberdistel identifiziert, und im Grab des Pharaos Tutanchamun wurden Girlanden aus Färberdistel gefunden [24]
[Gewürzpflanze]: Die frühen spanischen Kolonien entlang des Rio Grande in New Mexico verwendeten in traditionellen Rezepten Saflor als Ersatz für Safran [24]
[Kosmetikpflanze]: Der rote farbstoff war früher ein wichtiges Schminkutensil der Damen, das "spanische" Rot kam auf Lippen und Wangen [14]
[Industrielle Nutzung]: Zur Herstellung roter (Carthamin) und gelber Farbstoffe verwendet, insbesondere bevor billigere Anilinfarbstoffe verfügbar wurden [24]
Benjamin Busse
04.01.2026