Nomenklatur & Systematik

Familie

Ranunculaceae

Gattung (botanisch) / Sektion

Coptis

Artname (botanisch)

Coptis chinensis FRANCH.

Synonyme (botanisch)
-
Gattung (deutsch)

Goldfaden

Artname (deutsch)

Chinesischer Goldfaden

Andere Artnamen & Volksnamen (international)

Chinese Goldthread (engl.), Coptide Chinois (franz.), Cottide (ital.), Huang Lian (chin.)

Geobotanik & Ökologie

Geographische Herkünfte (H) / Verbreitungen (V) / Anbaugebiete (A)

H: China [18]; A: China [18]

Klimazonen

7, 6, 5, 8, 2

Klimaregionen (Mikroklimata)
Biotoptypen
Standorttypen
Standortbedingungen
Bodentypen / Bodenbedingungen
Standortfaktoren (Ökofaktoren)
Licht
Temperatur
Feuchtigkeit
Wind
pH-Klasse
Stickstoff
Salz
Soziol. Pflanzencharakteristik
Lebensform
Blattausdauer
Messtischblattfrequenz Mitteleuropas
Dominanz
Blütezeit
Erntezeit

Pharmazie & Pharmakologie

Giftigkeit / Risikopotential

(CZ) [18]

Nebenwirkungen / Risikobemerkungen

CAVE(cz): Berberin und Coptis-Rhizome wirken möglicherweise mutagen [18], deshalb sollten diese Produkte während der Schwangerschaft vermieden werden und insgesamt mit Vorsicht eingesetzt werden! [18]

Giftige / Allergene Pflanzenteile

Rhizom [18]

Nutzbare Pflanzenteile

Getrocknetes Rhizom (Coptidis rhizoma) [WHO 1] [18]

Pflanzliche Inhaltsstoffe

[Rhizom]: Isochinolinalkaloide [18] (v.a. Berberin [18], im getrockneten Rhizom 5-7 % [18]), Protoberberinalkaloide [18] (wie Palmatin [18], Coptisin [18], Berberastin [18])

Pharmakologische Studienergebnisse

Berberin und andere Protoberberinalkaloide interkalieren die DNA und hemmen verschiedene Rezeptoren, Proteine und Enzyme [18]; Dadurch erklären sich die dokumentierten antimikrobiellen Aktivitäten gegen eine Vielfalt von Organismen [18]; In einer neueren Studie an Extrakten aus Coptis chinensis-Rhizom zeigte sich, dass bereits Konzentrationen von 1,7 µg/ml starke Wirkung gegen Trypanosoma cruzi (Erreger der Chagas-Krankheit) besitzen [18] - bisher gibt es wenig Hinweise auf Zytotoxizität beim Menschen [18]; Es ist fraglich, ob Berberin und Coptis-Extrakte gegen Durchfall wirksam sind [18]

Vergleiche zu ähnlichen Pflanzen

Neben Coptis chinensis werden weitere Coptis-Arten in der orientalischen und nordamerikanischen traditionellen Medizin verwendet [18]: u.a. Coptis trifolia, Coptis japonica, Coptis teeta und Coptis deltoides [18]; Diese Arten enthalten alle die gleichen Alkaloide und scheinen sich nur quantitativ zu unterscheiden [18]; In ihrer chemischen Zusammensetzung und medizinischen Wirkung gleichen diese Arten der verwandten Kanadischen Gelbwurzel (Hydrastis canadensis) [18]; Viele Hahnenfußgewächse enthalten giftiges Protoanemonin [4]

Standortbesonderheiten (biochemisch / geoökochemisch)

Protoanemonin ist oft NUR in der frischen Pflanze enthalten! (siehe Clematis recta) [4]

Konservieren & Aufbewahren

Medizin & Rezepturen

Evidenzbasierte Medizin EbM / Monographien (Evidenzgrad I-IV)
Pharm. / labor. Studienergebnisse (Evidenzgrad V-VI)
Monographien (obsolet)
Traditionelle Volksmedizin
Homöopathie
Anthroposophische Medizin
Kontraindikationen (Gegenanzeigen)

CAVE(ki): Schwangerschaft [18]

Wechselwirkungen
Darreichungsformen & Zubereitungen

Extrakte [18], Rohdroge [18]

Arzneimittel & Fertigpräparate (Beispiele)
Medizinische Rezepturen

[Rohdroge]: TD 1,5-6 g [18]

Rezepte - Essen & Trinken

Nutzpflanzenkunde & Ethnobotanik

Nutzung nichtmedizinisch
Nutzung nichtmedizinisch (obsolet)
Ethnobotanische Bedeutung
Ethnobotanische Bedeutung (obsolet)

Quellenangaben

  • [4] Schönfelder I. & Schönfelder P. (2011): Das neue Handbuch der Heilpflanzen; Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart
  • [18] Van Wyk B.E., Wink C., Wink M. (2004): Handbuch der Arzneipflanzen; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart
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Letzte Änderung

24.05.2019