Primulaceae
Primula
Primula veris HUDS.
heterotypisch: Primula officinalis (L.) HILL.
Primel
Echte Schlüsselblume
Apothekerblume (ger.), Arznei-Schlüsselblume (ger.), Arzneiprimel (ger.), Auritzel (ger.), Bürherschlüssel (ger.), Common cowslip (engl.), Coucou (franz.), Cow slip (engl.), Cowslip (engl.), Cowslip primrose (engl.), Ehrezeicheli (ger.), Eierkraut (ger.), Frauenschlüssel (ger.), Frühlings-Schlüsselblume (ger.), Frühlingserstling (ger.), Gewöhnliche Wiesen-Schlüsselblume (ger.), Gichtblume (ger.), Himmelsschlüssel (ger.), Madäneli (swiss), Peterschlüssel (ger.), Petriblume (ger.), Primavera (ital.), Primel (ger.), Primevère officinale (franz.), Trubechnöpfli (swiss), Weiße Betonie (ger.), Wiesen-Primel (ger.), Wiesen-Schlüsselblume (ger.)
6, 4, 8, 7
ozeanisches Klima [25], atlantisches Klima [25], subatlantisches Klima [25], submediterranes Klima [25], gemäßigtes Klima [25], mediterranes Klima [25], submeridionales Klima [25], kontinentales Klima [25], subkontinentales Klima [25], meridionales Klima [25], boreales Klima [25], nördlich-gemäßigtes Klima [25]
T1.1.2.3, T1.1.1.4, T6.2.2.2.3, T7.1, T8.1.1, T8.1.2
7
x
4
3
8
3
0
IV-VI [4]
CAVE(al): Geringes Allergierisiko und niesenerregend durch wenig Primin in Drüsenhaaren am Kraut [4]; Primin kann evtl. Primeldermatitis hervorrufen, eine oft heftige und hartnäckige Hautentzündung [4]; sie entsteht durch unmittelbaren Kontakt mit dem Drüsensekret beim Umgang mit den Pflanzen [4], kann aber auch durch den Staub abgestorbener Pflanzenteile hervorgerufen werden [4]; die Priminmenge ist hier aber so gering, dass nur Personen, die schon eine Primelallergie erworben haben, darauf reagieren können [4]; für eine Sensibilisierung ist sie nicht ausreichend! [4];CAVE(max): Bei Überdosierung des Wurzel-Tees treten Übelkeit, Brechreiz und Durchfälle auf! [4]; Vereinzelt können durch die Blüten Magenbeschwerden und Übelkeit auftreten [4]; bei bekannter Allergie gegen Primeln sollte auf die Anwendung verzichtet werden! [4]
Ganze Pflanze, Wurzel, Kraut
[Wurzel]: Triterpensaponine (3-12 %, 5-10 %, als Glykoside mehrerer strukturähnlicher Aglyka) [4][18] (v.a. Primulasaponine 1+2 [4], Protoprimulagenin A [18], Priverogenin A+B [18], u.a.), Phenolglykoside [4][18] (Primulaverin (= Primulaverosid) [4][18], Primverin [18]); [Blütenkelch]: Saponine (bis 2 %) [4][18]; [Blütenkrone]: Flavonoide [4][18], Carotinoide [4], Ätherisches Öl (in Spuren) [4]; [Kraut-Drüsenhaare]: Primin (geringe Mengen, ein allergenes Benzochinonderivat) [4]
Die in der Droge vorhandenen Saponine sind indirekt für die Verflüssigung des Bronchialsekrets und den Abtransport des Schleims verantwortlich: Saponine wirken auf den Nervus vagus in der Magenschleimhaut und fördern reflektorisch die Wassersekretion in den Bronchien [18]; Daraus ergibt sich der sekretolytische und hustenstillende Effekt, der für die meisten saponinhaltigen Drogen typisch ist [18]; Die Salicylsäurederivate wirken entündungshemmend [18]
Saponingehalt schwankt in der Wurzel von 3-12 % [4]; Primulaverosid ist nach enzymatischer Spaltung während des Trockenprozesses für den typischen, an Methylsalicylat erinnernden Geruch der Wurzeln verantwortlich [4]; Auch durch Verletzung der Wurzel entsteht durch enzymatische Spaltung Methoxymethylsalicylat mit seinem charakteristischen Geruch [18]; Die Blüten wirken viel milder als die Wurzel [18]
M(Labor, Salicylsäurederivate): entzündungshemmend [18]
Benjamin Busse
27.06.2025