Sterculiaceae
Theobroma
Theobroma cacao L.
Kakaobaum
Kakao
1, 2
I-XII [4]
0(max)
CAVE(max): Theobromin hat eine geringe therapeutische Breite, bei Überdosierung sind Tachykardie, Augenflimmern, Tremor und Kopfschmerzen die Folge, weiterhin kann es zu starken Schweißausbrüchen kommen; die tödliche Dosis für einen rund 75 kg schweren Menschen liegt bei rund 19-21 g Theobromin [24]
Samen
Im 17. Jh. wurde Schokolade in deutschen Apotheken als Arzneimittel (Pasta Theobromae) gehandelt [4]; Lange Zeit war Kakaobutter wichtigste Grundlage der Zäpfchenherstellung [4]; Die Substanz hat körperfreundliche Eigenschaften, wird aber schnell ranzig und ist in der Verarbeitung nicht unproblematisch [4]; andere Zäpfchengrundmassen wie Hartfett (Adeps solidus [PhEur]) haben die Kakaobutter weitgehend verdrängt [4]
Die reif-gelben bis braunen Früchte enthalten etwa 50 erst weiße, nach dem Trocknen rötlich-braune Samen (Kakaobohnen) [4]; Nach mehrtägiger Fermentation, bei der sich das typische Kakaoaroma bildet und die Bitterstoffe teilweise abgebaut werden [4], Trocknung und Rösten löst sich die Samenschale (Kakaoschale) [4]; Nach Auspressen der Kakaomasse bleibt stark entöltes Kakaopulver übrig [4]; Die wichtige Kulturpflanze war bei den Azteken nicht wegen wegen ihrer heute so begehrten Bohnen (Samen) beliebt, sondern wegen ihres zuckerhaltigen Fruchtfleisches: Es wurde vergoren, um Alkohol zu produzieren; Auch durch die Fermentation und nach Trocknung der Bohnen entsteht zwischendurch Alkohol, dann wird dieser zu Essigsäure oxidiert; Die Essigsäure zersetzt das Pflanzenmaterial und setzt Aromastoffe frei, die Essigsäure wird beim Trocknen entfernt; Bei dem im Jahr 1830 eingeführten Verarbeitungsprozess, Dutching genannt, setzt man dem Ausgangsprodukt Natriumcarbonat zu, was zu weniger Säure, besserer Wasserlöslichkeit und milderem Geschmack führt
M: Kakaobutter (Kakaofett, Cacao oleum) [DAB, ÖAB] [4]; M(früher): Pasta Theobromae (Schokolade) [4]; V: Kakaopulver [4]; In(Samenschale): Theobromin-Gewinnung [4]; Lb: Kakaomasse (Massa cacaotina) [4] weiterverarbeitet zu Schokolade oder Bitterschokolade [4][18]; X/In(Kakaobutter): Grundlage der Zäpfchenherstellung [4]; Gn(früher): Alkoholherstellung
Benjamin Busse
27.03.2024